Tätigkeitsbericht 2009 (Kurzfassung)

(Gesamter Geschäftsberichts ist als pdf-File verfügbar)

Mit 8.14 Mio. m3 lag die Gesamtmenge des Abwassers im Vergleich zum Vorjahr etwas tiefer, dessen Verschmutzungsgrad war jedoch deutlich höher. Die verbindlichen Reinigungseffekte wurden erneut deutlich übertroffen. Die Ausnahme stellten erneut die partikulären Stoffe dar. Auf der ARA konnte die Produktion von Biogas und Strom erhöht werden. Der AVA profitierte erstmals von der Rückerstattung der kostendeckenden Einspeisevergütung für den in den BHKW produzierten Strom aus erneuerbarer Energie.

Der Zustand des AVA-Kanalnetzes wird regelmässig mittels Kanalaufnahmen erfasst. Der aktuelle Zustand ist gut, es sind nur wenige Instandsetzungsmassnahmen erforderlich. Im Berichtsjahr wurde das Regenbecken Waldau, Rorschacherberg, saniert. Nach 35 Betriebsjahren wurden im Strang Ost die Schneckenpumpen bei drei Hebewerken in St.Margrethen ausgewechselt.

Im Bereich der überregionalen Schlammentsorgung war das Jahr geprägt vom Umbau der Schlammtrocknungsanlage. Der unterbruchsfreie Betrieb war nur dank des unermüdlichen Einsatzes des Personals möglich. Auf dem Betriebsareal wurde eine Schlammstapelung eingerichtet, sodass die Annahme von Flüssigschlamm zu jedem Zeitpunkt sichergestellt war.

Die Führungsverantwortlichen entschlossen sich zur Einführung eines Qualitätsmanagementsystems nach ISO 9001/14001. Ende Jahr konnte das Zertifikat entgegengenommen werden.

Im Rechnungsjahr 2009 konnten die Betriebskosten auf dem Niveau der Vorjahre, teilweise gar darunter gehalten werden. Bei den allgemeinen Verwaltungs- und Versicherungskosten sowie in einzelnen Betriebsteilen wurde eine beachtliche Kostenreduktion erreicht. Die Spartenrechnung für die Entwässerung, Trocknung und Entsorgung von Schlämmen des AVA und von Dritten schliesst mit geringerem Sachaufwand ab. Allerdings war auch die Durchsatzmenge kleiner als vor Jahresfrist. Aus sämtlichen Nebentätigkeiten (Einsätze Kanalequipe und Kanalunterhalt für Gemeinden und Dritte, Eisensulfatverkäufe, Mietverhältnisse) entsprang eine gute Kostendeckung.

Die an die Gemeinden verrechneten Gebühren fielen höher aus, dies vor allem aufgrund der höheren Zahl an natürlichen Personen.

Da die Verschuldung um rund drei Millionen Franken reduziert und gleichzeitig attraktive Umschuldungen vorgenommen werden konnten, sind die Kapitalkosten wiederum erheblich gesunken. Die insgesamt positive Jahresrechnung 2009 erlaubte am Jahresende die Verbuchung nicht budgetierter Zusatzabschreibungen im Umfang von CHF 800‘000 sowie eine Sondereinlage in die Vorfinanzierung von CHF 400‘000.